Kreativität vs. Prokrastination

So viele hübsche Ideen in meinem Kopf & noch dazu ein ansehnliches Zeitkonto, das ich in meinem Studio zur Verfügung hab.

Und dennoch: So richtig komm ich nicht aus dem Quark.

Bei den angefangenen Soundprojekten komme ich mit dem Zählen schon gar nicht mehr hinterher und die Klampfen hab ich schon seit Wochen nicht mehr in der Hand gehabt.

Selbst diese vorweihnachtliche Freude auf die leckeren Sachen, die ich zubereiten werde, blitzt nur hin und wieder auf.

Und darüber ein nices Video mit schöner Soundcollage zu drehen, kommt mir schon gar nicht in den Sinn.

Gehts euch genauso oder zumindest so ähnlich?

Hoffen wir einfach mal, daß dieser Coronawinter einigermaßen glimpflich für uns alle verläuft und man sich mit frischen Ideen im Frühling gesund & munter wiedersieht.

Studio Pfütze in der imdb

Filmplakat von 'Lava'
Lava - der Film

Was einem so alles entgegenspringt, wenn man sich mal ganz uneitel selber googelt: Ein Eintrag in der international movie Data base!

Liegt zwar schon etwas länger zurück, dennoch war das ‘Lava’- Projekt eins meiner Lieblingsprojekte.

Vorproduziert wurde direkt am Set mit einem Drumcomputer und einer Klampfe. Kann mich noch genau erinnern, wie ich freiwillig Nachtwache über das Filmequipment in dieser riesigen (ziemlich gruseligen) Villa in Bickendorf übernahm und bis in den frühen Morgen an den Stücken arbeitete.

In den Von Quadt Studios mit Didi Hamann als Producer haben wir dann die Tracks zusammen mit Raphaela Dell, Nathalie Bergdoll, Bernd Streffing und Rolf Steinmetz eingespielt und eingesungen.

Machtvakuum

Und wieder ertappe ich mich dabei, wie ich morgens zum ersten Kaffee nach den neuesten Fallzahlen spinxe.
 Hatte es zwischendurch fast vergessen, oder besser: verdrängt.

Doch jetzt ist es wohl unvermeidlich und wird wieder Teil eines vertrauten Rituals. Die Inzidenzzahlen des RKI am frühen Morgen. 

Als ob es erst gestern wäre, denke ich an den Karnevalsauftakt auf der Zülpicher Strasse in Köln. Wie mir da die ‘Pappe aus dem Gesicht fiel’… Klar feier ich gerne & Karneval hab ich im Blut. Am liebsten meinen alten Dienstagszooch in Ehrenfeld mit – wenn man es durchhält – anschliessender Nubbelverbrennung. Doch in dieser Corona- Zeitschleife, in der Bützchen zu biologischen Bomben werden, hat sich mein Verständnis und meine Humorebene doch abrupt verkleinert.

Oft denke ich an Freunde & Kollegen, die im Zug der Krise ihre Jobs verloren haben, sich komplett umorientieren mussten und jetzt vielleicht wieder von vorne beginnen müssen. Das vollzieht sich meist im Stillen. Unbemerkt und unspektakulär. 

Und während man auf ein Signal der Politik aus Berlin wartet und wartet, wird mir bewußt, daß auf absehbare Zeit von dieser Stelle  kein Leitfaden zu erwarten ist. Es war eben schlechtes Timing mit der Wahl und der Regierungsbildung.

Mir selbst hab ich wieder den eigenen persönlichen Lockdown verhängt und hoffe, gesund und glücklich zusammen mit meinen Lieben durch die kommenden Wintermonate zu kommen. In der Hoffnung, sich spätestens zu einem sonnigen Osterfest, auf einen angenehmen Sommer zu freuen. Also werde ich ab und zu die Augen schliessen und mir vorstellen wie ich mit meinen Freunden am Meer den Grill anschmeisse und damit beginne den vergangenen Winter einfach nur als dunkle Notiz in meinem imaginären Tagebuch wahrzunehmen. Ob es hilft? Ich denke ein bißchen schon.

Also, seid alle nett zueinander, streitet euch nicht unentwegt und habt auch mal Verständnis für Menschen, die nicht eure Ansichten teilen. Denn letztendlich sitzen wir alle im selben Boot und kommen nur gemeinsam da wieder raus.

Bleibt gesund!

Genesis live 1973

Manchmal liebe ich den Algorithmus youtubes! Von ganz allein wäre ich wahrscheinlich nicht darauf gekommen, daß es eine 16mm Filmaufnahme von Genesis aus dem Jahre 1973 gibt.

Peter Gabriel, Tony Banks, Mike Rutherford, Phil Collins, Steve Hackett live erleben mit Klassikern aus den Alben:

Selling England by the Pound, Foxtrot, Nursery Crime mit einem äusserst gut aufgelegten Gabriel!

 

yessongs (Konzertmitschnitt)

Einfach, weil es so wunderwunderschön ist!

Einfach, weil es so genial und gefühlvoll ist.

Einfach, weil es mich an meine Jugend und an mein erstes, grosses Konzert 1977 in der Kölner Sporthalle erinnert.

Das Bühnenbild von Roger Dean wirkte so bizarr und unwirklich. Die Bühne war noch dunkel und leer, es erklang Stravinskys Feuervogel Suite- ganz so wie auf der yessongs Scheibe. Eine unglaubliche Spannung auf ein epochales Ereignis!

Yes live!

Explosionsartig war es hell und da standen sie. Jon Anderson, Steve Howe, Chris Squire, Alan White & Rick Wakeman- Helden meiner Jugend. Erste Nummer war ‚Yours is no Disgrace‘ und es war gigantisch laut.

Die Band wirkte so magisch, wie aus einer Tolkien Episode. Ihre Bewegungen und Outfits wie Elfen, Trolle, Hobbits…überirdisch.

Dieses Konzert werde ich nie vergessen und oft und gern erinnere ich mich an diesen Abend und überhaupt gern an diese Zeit.

viel Spaß!

Live aus dem Rainbow theatre, London 1972:

Jon Anderson – vovals

Steve Howe – guitars

Chris Squire – bass

Alan White – drums

Rick Wakeman – keyboards

 

yessongs (Yes live 1972 at the rainbow theatre, London)