my old-fashioned mixbus

Zur Zeit auf meinem Mixbus
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Making a DAW Sound Analog: A Dive into Tube Pre-Amps, Tape Saturation, and Studio Pfütze Adventures

Making a DAW sound analog takes more than just slapping on some plugins—it requires a good dose of empathy for the world of tube pre-amps and tape saturation. I’m currently on the seventh version of a reference track template, which I plan to apply to the other songs in the project.

Never before has it been so clear to me how much a mix depends on its genre—and how certain tools are either indispensable or completely unnecessary.

Just last summer, I dove headfirst into an electronic beat project where I threw every trick in the book into the pot—most of them gleaned from countless YouTube tutorials. Now? I’m in the process of decluttering my entire production workflow.

I also realized that electronic beats and I are not exactly a match made in heaven. In fact, I pulled the tracks from online platforms altogether. It’s easy to mistake “creativity” for obsessing over a sonic aesthetic—spending hours tweaking the kick and bass while leaving the composition and arrangement in the dust.

So yeah, better leave that alone. After all, I’m more of a “rocker” at heart—a guitarist who’d rather bring a six-pack of beer to band practice and crank up the gain than spend hours perfecting the kick drum.

Back to basics, then. Back to what I actually know how to do. No more getting lost in the endlessly inflationary world of synth sounds and samples.

A crucial tip here: focus on your mix bus *after* getting the individual tracks balanced. The mix bus ultimately decides how everything sounds as a whole. It’s like finding your sonic compass—setting the overall tone.

The first tool I grab? A trusty Pultec EQ.

UAD Pultec EQP-1A

The beauty of the Pultec is that as soon as you patch it in, it adds a lovely, almost spatial warmth to your sound. Right out of the gate, it gives you what you need most at this stage: control over the bass and treble ranges.

Here, we’re aiming for a balanced low end and silky highs without nerding out too much with something like FabFilter’s Pro Q3 dynamic EQ. Instead, it’s all about intuition and musicality—getting a pleasing foundational sound with just a few knobs. The Attenuation knob helps tame those sharp upper mids, and, if you want, you can use the famous “Pultec trick” to carve out a dip in the muddy lower midrange.

Speaking of the midrange—it’s where the magic happens. This is the heart of the sonic image and ensures your mix translates well across all playback systems: hi-fi setups, desktop speakers, and yes, even your phone. If it sounds good on all three, you’ve nailed it.

For the midrange, I turn to the Pultec MEQ-5, which focuses solely on the lower and upper mids.

UAD Pultec MEQ-5

Once we’ve reached a pleasant listening experience, it’s time to add that final touch of “glue”—that irresistible cohesion that makes the overall sound feel unified. For me, the choice was easy: no fancy modern mix bus compressor with endless attack and release settings to fiddle with. Instead, I turned to the legendary Fairchild 670 compressor. Its musicality shines, and playing with its tone-shaping possibilities is just plain fun.

UAD Fairchild 670

Working with the Fairchild does require a bit of patience, though—it doesn’t behave like your average compressor. And those tiny knobs? They can make all the difference.

And that’s the latest from Studio Pfütze! Back to sound production—it’s full steam ahead to get the upcoming album, *frankieband – swings*, ready for release this spring.

König der Mischer Part 7 – vocals

kurzer Überblick zur Vocal Produktion
vocals

Das A und O in der Pop Musik sind die Vocals! Egal wie ausgefuchst das Arrangement ist und wie präzise und einfühlsam die Backline spielt – mit den Vocals steht und fällt der ganze Song!

Um die möglichst besten Bedingungen für ein korrektes Vocal Signal zu generieren, habe ich folgendes gemacht:

-Den Raum so gut wie es eben geht schalltot machen. Hierzu ein paar Panels an der Wand, Vorhänge zuziehen (weil Glas klingt nicht so gut) und den richtigen Winkel beim Einsingen finden. Ich persönlich geh gerne ganz nah ans Mikro und versuche dabei die Dynamik mit Vor- und Rückwärtsbewegungen des Kopfes abzumildern. Erfordert etwas Übung.

-Zum aufnehmen die ideale Vocal Chain nutzen. Im Beispiel seht ihr meine ‘oldfashioned’ Vocal Chain. Bin nämlich gerade ein paar Nummern aus den 50er – 60er Jahren am bearbeiten und tüftle an den richtigen Plugs dazu rum:

my old-fashioned vocal chain

Zunächst einmal der V76 Preamp. Das ist wirklich ein altes Teil! Wurde für die Beatles in den Abbey Roads Studios eingesetzt. Der Clou entsteht beim Aufdrehen des Signals am Preamp. Geht er leicht in den roten Bereich beim VU Meter, kommt diese Röhrenfärbung hinzu. Ein ganz feiner subtiler Effekt. Aber nicht voreilig absegnen. Lieber etwas damit rumspielen, damit er nicht zu extrem ins Originalsignal eingreift oder (ganz schlecht) verzerrt klingt!

Dann kommt der Bluestripe 1176 – ebenfalls aus den 60ern. Legendärer Kompressor, der aus keiner, auch aktueller Vocalproduktion wegzudenken ist. Die Dr. Pepper Einstellung, die ich schon mal erwähnt habe, sorgt dafür daß die Stimme sehr gleichmässig und präsent daher kommt. Schneller Kompressor mit schneller Attack Zeit und bemerkenswerter Färbung.

Zum Schluß die Erstausgabe des LA2A Kompressor, der mit seiner langsameren Attack Zeit dafür sorgt, daß Konsonanten besser modelliert werden. Und schon jetzt klingt die eigene Stimme schon ziemlich radiotauglich.

Der nächste Schritt ist zwar ein bißchen nervig, lohnt sich aber, um unerwünschte Nebengeräusche zu eliminieren:

Vocals beim Schneiden

Alle Atem- und Rasselgeräusche schneide ich aus dem aufgenommen Signal heraus und – das ist der Supertrick!- anstatt sie zu löschen, lege ich sie auf einen anderen Kanal, der unkomprimiert dem Hauptsignal zugemischt wird. Klingt natürlicher.

Jetzt kommt der grösste Teil der Bearbeitung:

Vocals in den Plugins

Hier Fummel ich am meisten rum! Erst mal das Signal durch den Autotune schicken. Und zwar dezent! Das soll nicht nach Cher klingen oder aktuelle HipHop Produktionen imitieren, sondern lediglich feine Abweichungen in der Stimme leicht korrigieren. Weniger ist dabei mehr.

Dann hau ich einen Deesser drauf, den ich mit Hilfe des Multiband Kompressors  C6 für die oberen markanten Mitten im 6kHz Bereich und Die Höhen oberhalb 10 kHz ansetze. Alles ein wenig aufräumen und scharfe S und K Laute eindämmen. Das was jetzt an Klarheit verloren geht, hole ich mit einem  dynamischen Eq wieder raus. Hebe jetzt ein geordnetes Signal oberhalb von 5 kHz wieder dezent an und sorge für die notwendige Präsenz der Stimme.

Dann die Ultrawaffe den Distressor als Kompressor eingesetzt, um die Stimme nach vorn zu bringen.

Veredelung des Signals mit dem Oxford Inflator  im 3 Band Modus und zum Schluß diese oldfashioned Bandsättigung mit dem Oxid Tape Rekorder.

Klingt ja schon wirklich perfekt. Insbesondere wenn man noch etwas Hall hinzufügt. Doch für den ultimativen Schliff greife ich nochmal in die Trickkiste:

Schoeps Trick für Vocals

Dieser Trick stammt übrigens von Andrew Scheps

Wir legen das Hauptsignal auf einen Auxweg und bestücken diese erstmal mit einem Pultec EQ der die Bässe bei 100 Hz absenkt und die Höhen um die 12 kHz anhebt. Dahinter wieder einen La2A Kompressor. Um dem Signal die verlorengegangene Wärme wieder zurückzugeben einfach noch einen Pultec hinterher mit der Anhebung bei 100 Hz. Das ganze wird vorsichtig zum Originalsignal hinzugemischt. Ihr seht, was das alles für ein Gefummel ist, aber es lohnt sich wirklich wie ich finde.

P.S. kleiner Nachtrag: den autotune musste ich rausschmeissen. Klingt überhaupt nicht nach 50´s 60´s. Muss ich mich eben mehr anstrengen beim Singen.

 

Summerwind (backingtrack – Frank Sinatra)

Pfütze höchstselbst beim Brassbus Mix
Vintage Plugins

Hänge immer noch auf dem 50`s, 60`s Sound rum und versuch mich mit dem Backingtrack von Sinatras Summerwind. Einer meiner Lieblingsnummern von ihm. 

Werde sie noch irgendwann besingen. 

Speziell bei den Bläsern versuch ich einen halbwegs authentischen Sound hinzukriegen und hab meinen Brassbus mit ein paar oldfashioned plugins bestückt.

Als Preamp den V76, als Kompressor den ersten LA2A, LA3A Limiter, Oxide Bandmaschine und den Pure Plate Reverb. Hört mal rein, wie das so kommt. Wenn ich drauf gesungen habe, melde ich mich noch mal.

 

Excerpt of `can’t help falling in love´ (Big Band Version)

Couldn’t resist messing around with that track again and turned it into a Big Band version. On top of that, I used a few old-fashioned plugins to create a somewhat authentic sound. The LA3A, 1176, and the Pultec EQ were especially helpful for this. It’s pretty funny how a bedroom studio can turn into a big stage.

 

Wieder mal ne Pop Nummer


Eigentlich ist der Song ja schon viel älter. Es war einer der ersten Songs von meiner damaligen Band. Wir nannten uns lustigerweise “die Bietels”, woraus man ja schon einen gewissen Anspruch an einen bestimmten Lebensstil mit ausreichendem Einkommen ablesen kann. Später haben wir uns ja in “Graf Koks” umgetauft. Klang zwar nicht mehr sooo lustig. Dafür blieben die Ansprüche jedoch unverändert.
Nun gut. Das stärkste in der Nummer ist der Achtel Bass, der den gleichförmigen Akkordwechsel variiert. Letztendlich ist das ne richtige Live Nummer. Kann mich noch gut erinnern, daß die Leute im Publikum gut drauf abgegangen sind. Ok die schöne Stimme von Zoe gehört eigentlich Logic und ist über die Sample Bank abrufbar. Hab die Lead Vocals noch etwas aufgemotzt mit 1176, La2a und ein paar Delay und Reverb Hacks, um es radiomässig klingen zu lassen. Zum ersten Mal, dass ich jetzt ein ganzes Lied bei Soundcloud hochlade.
Ach so, falls jemand im Dunstkreis von Soundcloud auch so eine schöne Stimme hat, könnte man ein feines Lied damit produzieren. Einfach ein paar Stimmproben von Spotify, TikTok, Insta oder YouTube als Link zu info@studiopfuetze.de schicken und dann guck ich mal, ob was schönes dabei rauskommt.