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Die besten Komödien auf Netflix & Prime

Wer – außer uns – hat noch alles Lust auf einen lustigen und unterhaltsamen Abend auf der Couch vor der Glotze?

Mal ein wenig abtauchen in skurril absurde Szenarien und sich einfach mal kaputtlachen?

O.K. Da hätten wir was anzubieten…

Hier sind unsere Top 5 Komödien auf Netflix:

1. Living in Oblivion

 

m. Steve Buscemi, Katherine Keener, Peter Dinklage.

Regie: Tom DiCillo

‚Ach, es könnte doch alles so schön sein‘, denkt sich Regisseur Nick Reve (Steve Buscemi). Das Equipment ausgeliehen, Schauspieler und Techniker engagiert, das Drehbuch noch mal überarbeitet und go!

Wären da nicht die kleinen Eitelkeiten, Blödheiten, Eifersüchteleien oder ganz schlichtweg der ganz normale Wahnsinn der Zweibeiner, die es tatsächlich schaffen, das ganze Setup ins Chaos zu stürzen.

Nun… jeder von uns hat wohl in seinem Bekanntenkreis 1 vielleicht 2 Vollidioten aufzubieten, die es verstehen, eine noch so einfach konstruierte und überschaubare Situation in einen Supergau zu verwandeln. Doch nirgendwo sonst als auf einem Filmset (…vielleicht noch bei einer Band, aber dazu später…), treffen die dann plötzlich alle gleichzeitig aufeinander.

Steve Buscemi, (ja genau! Der Typ aus ‚Fargo‘, der „irgendwie schräg“ aussieht) spiegelt kunstvoll und unverwechselbar in seiner Mimik die komplette Transformation eines euphorisch vollmotivierten Künstlers zu einem von totaler Verzweiflung geplagten Nihilisten wider.

Tom DiCillo, der ja bereits als Kameramann für Jim Jarmuschs Filme wie Stranger than Paradise oder Permanent Vacation gearbeitet und dabei gewiß viel Erfahrung mit ‚aus der Reihe fallenden Filmproduktionen‘ gesammelt hat, zieht den Zuschauer sogartig in eine Art Kassandra – Komplex: Man ahnt das unausweichliche Fiasko voraus, kann aber so gar nix dran ändern… und wozu auch? wir sitzen ja schließlich ganz gemütlich auf der Couch, lachen uns schlapp und streamen Prime.

2. The Dirt

m. Douglas Booth, Machine Gun Kelly, Iwan Rheon

Regie: Jeff Tremaine

Am besten vorher anschnallen! Denn es geht um eine höllische Achterbahnfahrt mit einer der besten Glamrock Bands, die es je gegeben hat: Moetley Crüe.

In fast zwei Stunden Filmlänge (wir haben jetzt einfach mal eingerechnet, daß ihr vielleicht die ein oder andere Szene zurückspulen wollt.), seid ihr Augen- und Ohrenzeuge einer wahnwitzigen Weltkarriere.

Was diesen Film wirklich so amüsant und sehenswert macht, ist die Tatsache, daß es sich um die von den Bandmitgliedern Moetley Crües und dem Autor Neil Strauss verfassten Autobiografie handelt.

Hier knallen tatsächlich dissoziative Egomanen und Selbstdarsteller ungebremst aufeinander. Obwohl es natürlich – weil das wirkliche Leben nun mal so spielt – auch traurige und dramatische Momente in dieser Doku gibt, bieten diese ‚Ich bin ein Rockstar und kann mir alles erlauben‘ – Attitüden komplette Lachmuskelattacken. Vor allem, wenn sich die Jungs schon ganz am Anfang im ersten Proberaum dementsprechen verhalten. Man ahnt bereits, daß es die Karriereleiter aufwärts nur noch schlimmer werden kann.

Denkwürdig auch die Begegnung mit Ozzy Osbourne am Hotelpool… aber zu viel wird hier nicht verraten! Einfach ein paar Pullen kaltes Bier bereithalten und einen üppigen, mit viel Sex, Drugs and Rock’n Roll angereicherten Abend erleben, bei dem die Band eben voll die Sau raushängen läßt. Gibts bei Netflix in der synchronisierten Fassung.

3. The Disaster Artist

m. James Franco, Seth Rogen, Sharon Stone, Tommy Wiseau

Regie: James Franco

Hatten wir bei ‚Living in Oblivion‘ noch den Fall, daß ein ambitionierter und recht vernünftig wirkender Regisseur auf eine komplett durchgeknallte Filmcrew stößt, ist es bei ‚The Disaster Artist‘ genau umgekehrt.

Der hier von James Franco dargestellte Regisseur verbindet so ziemlich alles, was man landläufig als ‚der geht gar nicht‘ abtun würde. Es ist die Lebensgeschichte von Tommy Wiseau, der tatsächlich – also im real life – den Film ‚The Room‘ gedreht hat. Auch bekannt als der schlechteste Film, der je gedreht wurde. Kein Wunder, denn außer der professionellen, technischen Ausrüstung und der Crew stimmt irgendwie überhaupt nix, denn Tommy ist sowohl Regisseur, Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Produzent in einem. Und das macht er absolut dilletantisch.

Selbst auf die – anfangs noch – gutgemeinten Ratschläge seiner Crew reagiert er zunehmend ungehalten, blockiert dann irgendwann völlig. Schließlich nimmt alles einen katastrophalen Verlauf: Tommy läßt sich einfach nicht mehr bremsen, wird immer autoritärer und dazu leider auch immer verblödeter.

O.K. zugegeben, das tut manchmal auch schon ein bißchen weh beim Hingucken und manch einer schlägt wohl zuweilen die Hand vor Augen, um sich das wahre Disaster nicht ansehen zu müssen. Der Typ kann wirklich gar nichts… also so richtig nada, nothing. Noch nicht einmal einen Ball kann er fangen. Aber wie Franco das mit absoluter Hingabe spielt, ist einfach bemerkenswert. Er suhlt sich förmlich in der Blödheit Tommys. Und man selbst als Zuschauer entwickelt diesen schadenfreudigen ‚Oh, hoffentlich begegne ich niemals solchen Typen‘ – Humor… gibts bei Netflix.

 

4. Game Night

m. Jason Bateman, Rachel McAdams, Kyle Chandler

Regie: John Francis Daley

Was für ein wunderbares Paar die Beiden! Haben sich beim Spieleabend kennen und lieben gelernt, denn sie teilen sich eine große Leidenschaft: Freunde einladen und dann Spiele spielen. Charade, Quiz, Ratespiele, Detektivspiele… kurzum alles, was die Zeit ein wenig kürzer erscheinen läßt.

Klingt im ersten Moment nicht soooo spannend, aber natürlich gibts auch hier einen deftigen plot twist, als der große, stets. bewunderte Bruder plötzlich auftaucht und mit dem ultimativen Crime Game auftrumpft.

Jetzt beginnt ein ‚Spiel im Spiel‘, bei dem man nicht mehr so leicht auseinanderhalten kann, was nur lustiger Spaß oder schon absolut tödlicher Ernst ist. Das wirkliche Vergnügen beim Anschauen dieses Films stellt sich jedoch ein, wenn man das Minenspiel dieser exzellenten Schauspieler betrachtet, die jede Situation entsprechend antizipieren. Jason Bateman mit dem überrascht hilflosen Gesichtsausdruck und McAdams mit dem überdreht vergnügtem. Zumal die Spannung stetig um die Beiden zunimmt und beginnt ins Unkontrollierbare abzurutschen.

Fazit: das wird ein sehr vergnüglicher Abend! Oberflächlich, klamaukartig – na ist ja in Ordnung und soll auch so sein, bei einem Komödieabemd – , aber stets sehr amüsant und so vertrackt, daß man schon gut aufpassen muß, um die Wendungen geniessen zu können.

Auf Netflix.

 

5. Borat

m. Sacha Baron Cohen, Ken Davitian

Regie: Larry Charles

Zum Schluß ein echter Klassiker! Ist zwar schon 15 (!) Jahre her, aber ich kann mich immer noch gut daran erinnern, wie wir uns kaputtgelacht haben im Kino.

Sacha Baron Cohen hat damit ein neues Genre geschaffen! Dieses Realitykino, bei dem man sich einfach voll zum Affen macht, nur um die anderen Affen zu entlarven. Oder wie Schopenhauer zu sagen pflegte: „Wenn ein Affe in den Spiegelt schaut, schaut kein Apostel heraus.“

Das ist tabulos, bahnbrechend, höchst provokativ und mit das Beste, was es zum Ablachen gibt.

Diesen Film kann man bedenkenlos ein zweites mal anschauen. Eine Geheimwaffe gegen einen trüben Alltag! Bei Netflix.

Wir hoffen euren Geschmack und Humor getroffen zu haben und ihr euch einen vergnüglichen Abend machen könnt.

Lenkt euch ein wenig ab, bleibt zuhause und gesund!

Euer Team von Studio Pfütze

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